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Heute hab ich einen so süßen Ausdruck von einer Kollegin gehört, dass ich ihn gerne teilen würde:

bønn(er) i byen

Bedeutet so viel wie "Landei(er) in der Stadt" / "bygdefolk på bytur" (leicht belustigend, nicht abfällig gemeint).
Kommt wohl ursprünglich daher, dass kaffistover ein Treffpunkt für ebendiese war. Aber vielleicht weiss ja jemand mehr darüber...

17.12.08 09:47, slyngel no
"Bønder i byen" kaller vi folk som bryter normen for hvordan man oppfører seg i byen. Vi unnskylder dem med å anta at de er bønder, eller folk fra mer landlige strøk.

17.12.08 10:10, Geissler de
... und die Einzahl ist selbstverständlich bonde i byen.
Der Ausspracheunterschied von bønder (Tonem 1; _ /) und bønner (Tonem 2; \ /)ist ja das klassische Beispiel für den norwegischen Tonakzent, aber für Lerner nicht so leicht zu hören.
Geissler

17.12.08 10:29, peter620 de
@ slyngel:
Kollegaen min brukte det i en annen sammenheng (som beskrevet ovenfor: det var ikke hvordan hun oppførte seg, men at hun ikke klarte seg i byen), men sånne utrykk kanskje brukes litt forskjellig av folk og ordbøker (jf. tidligere diskusjoner med liknende emner) :)

@ Geissler:
ja, grammatikalisch richtig, weiss ich. Hab inzwischen nachgefragt und weiss nun wieso ich auf die falsche Fährte kam: weniger norw. Tonakzent, eher Marnadals-Dialekt! Die sprechen nämlich bønder zumal auch wie [bønne] oder [bønn] aus, aber das kennt man ja auch von dt. Dialekten, dass aus Faulheit Buchstaben weggelassen werden (z.B. 'I geh scho!' - welcher Norweger oder Hamburger würde das ohne Vorkenntnis verstehen?. :)

So hab ich gleich noch was gelernt, nämlich die Retourkutsche:
"Han er så frekk, han må være fra byen!" :))

17.12.08 11:08
At man ikke " klarer seg " i byen skyldes jo nettopp at man er såpass rural at bylivets egenarter blir som et mysterium. Dette igjen fører til at oppførselen til de som får predikatet " bonde i byen " virker ubehjelpelig ,og dermed latterlig på " asfaltrottene ".

Lemmi

17.12.08 11:13, Geissler de
Das hat mit Faulheit nichts zu tun, in den allermeisten norw. Dialekten ist das "d" in "bonde" stumm. (Wie auch "finne" und "mann", die früher "finde" und "mand" geschrieben wurden; keine Ahnung, von welchem Prinzip die Rechtschreibreform geleitet wurde, die das "d" hier entfernte und dort beließ).
Daher ist das Tonem tatsächlich der einzige Ausspracheunterschied.

Und Dialekte sind keine "Schwundstufen" einer vorher existierenden Hochsprache, wie gerade in Deutschland viele zu glauben scheinen, sondern eigenständige Sprachformen.

Geissler

17.12.08 11:15, Geissler de
Entschuldigung für das obige Posting; es war nicht meine Absicht, zu schreien, sondern mir ist wieder einmal die Formatierung mißlungen. So sollte es aussehen:

Das hat mit Faulheit* nichts zu tun, in den allermeisten norw. Dialekten ist das "d" in "bonde" stumm. (Wie auch "finne" und "mann", die früher "finde" und "mand" geschrieben wurden; keine Ahnung, von welchem Prinzip die Rechtschreibreform geleitet wurde, die das "d" hier entfernte und dort beließ).
Daher ist das Tonem tatsächlich der einzige Ausspracheunterschied.

*Und Dialekte sind keine "Schwundstufen" einer vorher existierenden Hochsprache, wie gerade in Deutschland viele zu glauben scheinen, sondern eigenständige Sprachformen.

Geissler

17.12.08 12:23
Jeg er fra landet, så jeg har eksempler på bønder i byen, som kanskje kan forklare hva som menes med uttrykket;)

Mamma og pappa fortalte meg om en gang for 30 år sida som de tok bussen inn til "byen" (Oslo). En mann fra bygda som ikke var vant med å ta bussen klarte ikke å komme seg av bussen fort nok på det riktige stoppestedet, så bussen kjørte videre. Da løp han fram til sjåføren og ropte "Slæpp mæ ta!". Bak i bussen satt ei gammel dame som sa "Disse landsens menneskene skulle hatt en buss for seg selv".

Faren til ei venninne av meg kjørte inn til byen en gang og endte opp feil vei i en enveiskjørt gate. Han merket det ikke før han hadde kommet et godt stykke innover veien. Han satt der og lurte på hva han skulle gjøre da en politimann kom. Politimannen spurte ham hvor han kom i fra (politimannen mente hvilken retning han kom i fra, hvilke gate). Faren til venninna mi misforstod ham og svarte navnet på den lille bygda han kom i fra. Da sa politimannen "Ååå, ja... Ja, men DA kan du bare rygge ut igjen". Mannen slapp å betale bot, for han var jo bare en stakkars bonde i byen;)

Mvh
Thea

17.12.08 13:32, peter620 de
Kein Problem Geissler, passiert uns allen - das Formattierungssytem hat seine Eigenarten.

Bzgl. deiner Aussage zu Dialekten:
1. bei dir muss man ja sehr präzise sein ;) Gut, ich meinte Mundart. Und da ist es zweifelsohne so!
2. selbstverständlich sind Dialekte eine eigene Sprachform - aber gut, soll jeder selber interpretieren, wieso sich dt. Dialekte dadurch auszeichnen, indem Haufenweise Buchstaben gegenüber dem Hochdeutschen weglassen ;) Dies jetzt aber bitte nicht als Ansporn zum Diskurs/Disput verstehen :))

17.12.08 13:55, peter620 de
Zum Abschluss ein kleiner Link zur Vereinfachung der dt. Sprache ;)
Kleiner Tipp: kann vorwegnehmen, dass dabei kein Dialekt rauskommt, hihi.

http://www.1000steine.de/forum2/mix_entry.php?id=154452

18.12.08 14:52
... sondern eine Rechtschreibung, die der Ze do Rocks ähnelt.

Lemmi