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Hallo ich versuche gerade einen Zeitungsartikel zu übersetzen. Mit dem Großteil komme ich ganz gut klar, aber wenn die Hauptperson zitiert wird bekomme ich immer Probleme. Vielleicht kann mir jemand helfen?

"I større byer sier de alltid at det er til søsteren eller tanta. Det er altfor mye jantelov, sier A.R og sukker."

Bisher habe ich übersetzt:
"In großen Städten sagen sie immer es ist wie mit den Schwestern und Tanten. Das ist allzu viel jantelov (finde ich keine Übersetzung) sagt A.R. und Zucker!" (vielleicht lächelt gemeint??)

Also nen wirklichen Sinn ergibt das für mich nämlich leider nicht! :-(

10.08.09 12:17
Ahhh ich bin ja blöd! sukker steht nicht für Zucker, sondern für das deklinierte Verb seuzen, oder???

10.08.09 12:18
ups, seufzen

10.08.09 12:26
Nein, " jantelov " lässt sich nicht direkt übersetzen, Du musst nach einer geeigneten Umschreibung suchen. Kuck Dir auch noch mal den ersten Satz an, Du hast " til " falsch aufgefasst.

Lemmi

10.08.09 12:26, Geissler de
Den ersten Satz hast Du nicht richtig verstanden. Es müßte heißen:
In größeren Städten sagen sie immer, daß es [das Autogramm] für die Schwester oder die Tante ist. Es gibt zuviel jantelov, sagt Rybak und seufzt.

"Janteloven" (das Gesetz von Jante; eine fiktive dänische Stadt) ist aus dem Roman /En flyktning krysser sitt spor von Aksel Sandemose. Es beschreibt, kurz gesagt, die Diktatir der mittelmäßigen Mehrheit.

Rybak verwendet den Begriff meiner Meinung nach nicht richtig.

10.08.09 12:27, Geissler de
Beklager, Lemmi, da habe ich Deine pädagogischen Bemühungen wohl durchkreuzt :-/

10.08.09 12:28, slyngel no
Går ikke an å oversette. Begrepet et tatt fra boka "En flyktning krysser sine spor" av Aksel Sandemose.

Google Janteloven, så ser du hva den går ut på.

10.08.09 12:29, slyngel no
Ooops. Mitt svar kom litt sent.

10.08.09 12:31, Geissler de
sitt, slyngel, sitt! ;-)

10.08.09 12:40, slyngel no
:-) Ja, jeg vet - og gjør som befalt.

10.08.09 12:41, slyngel no
Gutten har akkurat vunnet Eurovision og klarer likevel å klage over janteloven. Gutten trur han er no'.

10.08.09 12:43
Neida, helt greit, moro når flere holder på samtidig. Men hva gjør vi med " jantelov " ?
Hustad omskriver " jantelov " med " der Kleinbürgerkodex ". Kanskje Mittelmass ,Kleingeisterei eller Duckmäusertum ?

Lemmi

10.08.09 13:11
Vielen Dank für eure Hilfe!
Tusen takk for hjelpen. :-)

10.08.09 16:30
Kanskje jeg dummer meg ut nå.

... Ich überlege schon den ganzen Tag und komme einfach nicht auf den Punkt. Was meint Rybak hier?

10.08.09 17:13
Ich glaube, Rybak meinte, dass es in den größeren Städten mehr Leute gibt, die sich schämen, seine Musik zu mögen. Zum Beispiel, weil die Musik nicht "cool" genug erscheint oder weil sie sich damit von den Leuten in ihrer Umgebung absetzen.
Wie schon von Geissler bemerkt, passt der Begriff "Janteloven" aber in der Situation nicht besonders gut.

11.08.09 04:47, Mestermann no
Ja, bin da einig; Rybak overshoots the target. Er deutet eher auf ein in den Städten vorkommenden Snobismus, wonach
es nicht "cool" oder "gebildet" genug sei, so einen populären Sänger zu mögen. Also eigentlich kein Jantelov, sondern
auf Norwegisch "snobberi" oder "kultursnobberi". Leider sieht man häufig, dass Norweger das Wort Jantelov benutzt,
wenn es um irgendwelche soziokulturellen Vorurteile einer größeren Gruppe geht.

Jantelov hat Geissler oben sehr schön und präzise definiert: Die Diktatur der mittelmäßgen Mehrheit. Rybak spricht von
urbanen Snobismus. Nicht ganz dasselbe, und ungenau ausgedruckt, aber man versteht als Norweger, was er meint.