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Kylling kan vel på tysk hete både Hähnchen/Hühnchen og Küken.

Er det noen meningsforskjell på Küken og de to andre (bortsett fra at de to seg i mellom er kjønnsspesifiserte)?

Akel (N)

24.11.10 00:13, Geissler de
Ja. Küken er ungene til hvilken som helst fugl, f. eks Pinguinküken, Spatzenküken,
Straußenküken.

Når det gjelder de to andre ordene, så er dette min personlige språkbruk, men jeg påstår
ikke at det er allmengyldig:
"Hähnchen" bruker jeg bare når jeg snakker om mat, "Hühnchen" bare i uttrykket "ein Hühnchen
mit jemandem zu rupfen haben". Når jeg snakker om dyrene utenfor kjøkkenet, sier jeg "Hahn"
og "Henne" ("Huhn" høres nordtysk ut for mine ører).

24.11.10 00:19
Küken spiser man ikke, de får vokse seg litt større. Når de nærmer seg kyllingstørrelse, kan de neppe kalles Küken.

24.11.10 00:20, Geissler de
Nja, man spiser da Stubenküken.

24.11.10 09:17
Geissler.
Nennt man nicht auf Hochdeutsch ein junges Huhn
ein Hühnchen ? Bei dir in Bayern Buttl ( Buttlein ).
( Komme ich einmal in Bayern bei dir vorbei möchte ich
gern " a Buttlsba'la a' zullt " serviert bekommen.)
Huhn sagt man wohl meistens in Norddeutschland, aber
Hühnersuppe löffelst auch du und nicht Hennensuppe ( Hennasupp )- oder ?
Ein armes Hühnchen ( a lame duck ) ist was anders, gell ?

Oddy

24.11.10 09:22
Broiler ist auch eine gebräuchliche Bezeichnung in diesem Zusammenhang, zumindestens in den østlichen Regionen von Deutschland. Damit ist das gegrillte Hæhnchen gemeint

24.11.10 11:02, Geissler de
Oddy, "Buttl" habe ich noch nie gehört. Im Bayerischen Sprachatlas ist es nur für die
Gegend um Hof verzeichnet, und dort wird nicht Bairisch, sondern Fränkisch gesprochen. Und
"a Buttlsba'la a' zullt"? Könnte Arabisch sein.

In der Tat sage ich auch "Suppenhuhn", wenn ich Hochdeutsch spreche. Vom "Huhn" zum
"Hühnchen" ist aber noch ein weiter Weg, nicht zuletzt aufgrund des norddeutschen
Diminutivs "-chen". Durchaus als regionale Hochlautung gilt hier das "Hendl", das auch die
Süddeutsche so schreibt, wenn es z. B. um den Geflügelkonsum auf dem Oktoberfest geht.

Der Dialekt ist natürlich noch einmal etwas ganz anderes, da sage ich "Gickal" zum Hahn
"Henn" zum Huhn und "Singal" zum dazugehörigen Küken. Und da geht mir die "Hennasuppn"
ohne weiteres über die Lippen.

24.11.10 11:50
Geissel.
Das " Gericht " Buttlsba'la habe ich einmal im Buch von Wolfgang Johannes Bekh
gesehen: " Bayerisch. Ratgeber für Einheimische und Zugereiste. "
Es war mit Hinweis auf Nürnberg. Dort wird Buttl und Bein ( Knochen ) zum
Buttlsba'la. Zulln statt saugen sagt wahrscheinlich du auch.
Ich gehe davon aus dass Nürnberg zum Franken gehört.
For spesielt interesserte nordmenn :" A Buttlsba'la a'zullt : Et hønsebein å suge på.

Oddy

25.11.10 08:43, Geissler de
Hier kann man sehen, daß Fränkisch nicht Bairisch ist.

Wir sagen zwar auch "Bein" zum Knochen, bei uns wird es jedoch zum "Boã" (ã drückt aus, daß
das n nasaliert wird), und in der Verkleinerungsform (die "Ba'la" entspricht) "Boandl".
Zulln sagen wir nichtfür "saugen", das heißt zuzeln bei uns. Wobei ich für die Tätigkeit
"die letzten Fleischreste vom Hühnerknochen nagen" eher "fieseln" benutzen würde. Auf
Bairisch wird der Ausdruck also "a Gickalboandl ogfieslt"

25.11.10 13:19
Geissler.
Noch mehr Beine.
Wenn ich mich richtig erinnere sagt man in Schwaben nicht Bein
zum Knochen.Übrigens ( wahrscheinlich auch in Bayern )heißt auf Schwäbisch die Strecke
vom Fuaß bis zur Hüfte auch Fuaß und nicht Bein wie im Hochdeutschen.
Dasselbe hat man zwischen trøndersk und bokmål.
" Æ e klar i fotan " : " Jeg er sliten i beina."
Knochen gibt es jedenfalls für alle in den Ossarien.
Darüberhinaus haben wir in Norwegen jede menge von fiskebein. Das gibt es ja nicht auf
Deutsch - nur Gräten.
Doch hat man auf Deutsch Fischbein - die Barden des Wals.( Bardehval )Das wird bei uns nicht als fiskebein bezeichnet.
Ich versuchte einmal einen Limerick ins Deutsche zu übertragen. Es handelte von einem
Fischmittag wo die Besucherin fragte : " Hvor skal jeg ha beinene?"( Es war kein leerer
Teller dafür ). Dann sagt der Wirt ( witzfroh ): " De har vi under bordet. "
Dann hat der Oddy übertragen :
" Was tue ich mit den Beinen ? " " Die hent mer onderm Disch. "
Als ich Gräte statt Bein lernte, war der Weg zum Mülleimer sehr kurz.

Oddy

25.11.10 15:27, Geissler de
"Barten" hat der Wal, "Barden" sind Sänger. Fischbein ist mittlerweile ziemlich unbekannt,
weil kaum jemand noch Korsett trägt.

Meine Schwiegermutter erzählt gerne vom norwegischen Gast in einer deutschen
Tischgesellschaft, der den Gastgeber fragte: "Darf ich meine Beine auf diesen Teller legen?"

Was "Fuß" und "Bein" betrifft, hast du völlig recht. Alternativ haben wir für die Beine auch
noch das Wort "Haxn".

25.11.10 15:54
Die Barten des Wals werden also erst zu Fischbeinen wenn
sie im hergestellten Korsett auftauchen.
Der Bartenwal hat also nicht Fischbeine im Mund, sondern ( nur ) Barten.
Oddy

25.11.10 16:41, Geissler de
Genau.