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Hallo :)

Ich musste heute meine Hausarbeit an meiner norw. Schule vorlesen müssen und habe "am Ball
bleiben"(update sein) mit "være på ballen" übersetzt und die ganze Klasse hat sich kaputt
gelacht...
Habe verstanden, dass man das nicht so direkt übersetzen kann :)
Hat irgendwer einen Vorschlag?
(für meine Hausarbeit ist es nun zu spät)

Takk på forhånd!

18.03.14 15:46
Være på hugget

18.03.14 15:49
Danke dir :)

19.03.14 04:59
"Å være på ballen" blir brukt i betydningen "å være aktiv/offensiv". (Hentet billedlig fra ballidrett der det er ballen som definerer aktiviteten og suksess.)

Jeg synes derfor ikke det var så helt galt å bruke det i den sammenhengen du gjorde, men den totale ordsammenstillingen kan jo ha betydning for om det oppfattes som god norsk.

"Skal man lykkes i mitt yrke, kreves det med hensyn til faglig oppdatering at man hele tiden er på ballen."

Nå har vi mer enn nok av sløve sportsjournalistiske utrykk (ofte med utenlandsk opprinnelse) som har glidd inn i språket vårt, og i dette tilfellet taper du ikke noe ved å bruke det mer tradisjonelle og innarbeidete "på hugget".

Akel (N)

19.03.14 05:13
- med hensyn til om uttrykket kan virke litt komisk, så kan nok også trykket medvirke. Man bør ha et markert trykk på "på" - nærmest med en ørliten pause før "ballen". Jeg ser ikke bort fra at latteren i klassen din kan skyldes at du trykkmessig har hoppet raskt og lett over "på" for så å lande tungt på "ballen", noe som kan komme til å formidle et bilde av noen som befinner seg oppå en ball.

Akel (N)

19.03.14 16:43, Mestermann no
Nein... ich glaube dass ich weiss warum sie gelacht haben.

Du hast "ballen" mit Tonem 2 ausgesprochen....

Das heisst, dass du statt "der Ball" "der Hode" (Testikel) gesagt hast.

En ball, ballen (mit Tonem 1 ausgesprochen) = ein Ball, der Ball
En balle, ballen (mit Tonem 2 ausgesprochen) = ein Hode, der Hode

:-)

Vgl. hunden/hunnen, landet/lande, bønder/bønner, sinnet/sinne, uva., die alle in der Aussprache nur durch
Unterschied im Tonfall getrennt werden können.

Für einen Ausländer sind die Toneme manchmal schwierig zu hören und zu meistern. Da sie auch
Bedeutungsunterschiede angeben, kann man manchmal in ganz lustigen Situationen geraten.

19.03.14 18:14
Ja, der har du det nok, Mestermann.
(For min del omtaler jeg den kroppsdelen som "balla", så jeg klarte ikke helt å koble inn min ellers veltrente skitne fantasi....)

Akel (N)

20.03.14 15:57
Als kleine Ergänzung zu Mestermann sei angemerkt, dass es das Wort "Hode" (m. oder f.; der Hode, Genitiv: des Hoden, Plural: die Hoden bzw. die Hode, Genitiv: der Hode, Plural: die Hoden) zwar gibt, deutlich gebräuchlicher ist aber die Form "Hoden" (m.; der Hoden, Genitiv:
des Hodens, Plural: die Hoden).

Gruß
Birgit

20.03.14 17:45, Geissler de
Birgit, du meinst aber nicht ernsthaft, daß der Plural von der/die Hode auch "Hode" lauten
kann?

20.03.14 17:47, Mestermann no
"Der Hoden" gab es in meinem Wörterbuch nicht.

Als Trost für sein Fettnäpfchen kann der OP daran denken, dass viele Norweger mit unzulänglichen Deutschkenntnissen
"Hode" für "Kopf" gesagt haben, etwa: "Ich kann nicht auf mein Hode stehen" oder "Mein Hode tut weh", oder "ich habe
so viele Gedanken in meinem Hode".

20.03.14 19:24
@Geissler:

Nach dem "bzw." folgt keine weitere Pluralform von "der Hode", sondern eine neue Flexionsreihe zu "die Hode". (Irgendwie klingt dieser
Satz total schräg.) Im Duden sind die beiden Flexionsreihen durch "oder" verbunden, was ich für noch missverständlicher als das Wörtchen "bzw." gehalten habe.

@alle:

Um etwaige Missverstände auszuräumen, hier noch einmal die Flexionsreihen:

- der Hode, Genitiv: des Hoden, Plural: die Hoden
- die Hode, Genitiv: der Hode, Plural: die Hoden
- der Hoden, Genitiv: des Hodens, Plural: die Hoden.

Viele Grüße
Birgit

PS: Mir wird es von so vielen Hoden schon ganz blümerant.

PPS: Dass einige Männer nicht nur mit ihrem besten Stück denken, sondern sogar viele Gedanken in ihrem Hode(n) haben, erschüttert
mich zutiefst...

20.03.14 20:55
Det mest sjokkerende i denne sammenhenger er jo det Birgit skriver om "das Wort "Hode" (m. oder f)". Weiblich?!! Wirklich???

Akel (N)

20.03.14 22:04, Mestermann no
Akel, på fransk er ordet for pikk, "bite", et femininum, "la bite".

21.03.14 08:03
Jamen, franskmenn ...

21.03.14 09:23
Na ja, ob das (maskuline) deutsche Wort "Schniedelwutz" viel besser als das französische "bit(t)e" ist, weiß ich jetzt aber auch nicht...

21.03.14 13:16, Geissler de
Übrigens scheint die Hode die ältere Form zu sein.
Mir persönlich war der/die Hode unbekannt; vielleicht ist diese Form in Norddeutschland
weiter verbreitet? Sie würde jedenfalls gut in das Paradigma passen, dass Substantive auf
-e im Süden entweder das "e" verlieren oder die Edung "en" bekommen. Im Dialekt ist das
konsequent so, aber auch in der Schriftsprache kommen diese Doppelformen, die manchmal
auch mit Genuswechsel einhergehen, vor:

die Karre - der Karren
die Socke - der Socken

Aus dem Dialektbereich:
die Ratte - der Ratz
die Schnecke - der Schneck
der Affe - der Aff
die Ente - die Anten [hier seht man, daß man eigentlich "Änte" schreiben sollte]
die Gämse - der/das Gams
die Wespe - der Weps
die Stange - die Stang
uvm.

21.03.14 14:27
Ha, ich hatte noch gar nicht mitbekommen, dass sich die Schreibweise von "Gemse" in "Gämse" geändert hat. Oder sind jetzt beide Formen zulässig?

Gruß
Birgit

24.03.14 22:07, Geissler de
Nein, anscheinend nur die Gämse. Die wurde etymologisch reformiert, im Gegensatz eben zur
Ente -- nicht von ungefähr heißt die auf Norwegisch and.
Dafür wurde dem "Stängel" ein "ä" verpaßt, obwohl er es gar nicht nötig gehabt hätte. Wer
des Bairischen mächtig ist, merkt gleich, daß da was nicht stimmt, denn dort heißt er
"Stinge" (das "l" wird vokalisiert) und nicht "Stange", wie es bei einer hochdeutschen
Schreibung mit "ä" zu erwarten wäre, vgl. Gams und Antn.

25.03.14 13:17
Vielen Dank, Geissler, für deine aufschlussreiche Antwort.

Herzliche Grüße
Birgit