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Hei.

Jeg spør på denne måten: Hvorfor står det "Dem Deutschen Volke"? Gjerne en grammatisk forklaring. For meg mangler det noe.........

Perkins

11.01.16 00:57
„Dem Deutschen Volke“ er innskriften på Riksdagen, Forbundsdagen i dag. Innskriften „Tyske folket“ er syntaktisk substantiv uttrykk i woher. Følgelig en kann tolke: det parlamentet er dedikert til det tyske folket.

11.01.16 08:48, Mestermann no
Hvis man tilegner noen noe, står det indirekte objektet (den man tilegner) i dativ.

Foran i en bok kan en forfatter tenkes å ville sette en tilegnelse:
"Denne boken er tilegnet min lærer". Direkte oversatt ville setningen lyde: "Dieses Buch ist meinem Lehrer
gewidmet."
Men dette forholdet kan også kort og lapidarisk uttrykkes slik, med to ord: "Meinem Lehrer" = "(tilegnet/til) min
lærer."
Når "min lærer" settes i dativ ("meinem Lehrer"), fremgår det at det er ham boken er til. Man trenger altså ikke
verbet (tilegne = widmen).

"Det tyske folk" satt i dativ - "Dem Deutschen Volke" - betyr altså det samme: "(tilegnet/til) Det tyske folk".

Den lille e-en i "Volke" er en eldre og litt høytidelig bøyningsform for endel dativer. Du kjenner kanskje Goethes
"die Vögellein schweigen im Walde", der "im Walde" er bøyd slik. I dagens tysk kunne man like gjerne skrevet
"im Wald".

Tysk WIkipedia skriver forøvrig om innskriften på Riksdagsbygningen i Berlin: "Syntaktisch betrachtet ist die
Inschrift „Dem deutschen Volke“ eine Nominalphrase im Dativ. Solche Nominalgruppen ohne Bezugssatz finden
sich häufig am Beginn eines Buches, wobei man sich dort beispielsweise das Verb „widmen“ hinzudenken kann.
Wenn man die Widmung verstehen will, muss man allerdings zwei Ergänzungen vornehmen – man muss die Frage
beantworten, wer etwas widmet (Subjekt) und was gewidmet wird (Akkusativ-Objekt).

Das Gebäude ist auch ein Symbol für das Parlament als Volksvertretung. Dementsprechend kann man
interpretieren: „(Dieses Parlament ist) dem deutschen Volk (gewidmet)“ oder so: „(Die Arbeit der Politiker ist) dem
deutschen Volk (gewidmet)“. Auch ohne Ergänzung von „widmen“ lässt sich diese Bedeutung als Ausdruck eines
Parlaments für das deutsche Volk nachvollziehen."

11.01.16 14:43
Wenn dir der kleine Schreibfehler nicht gerade bei deinem Goethe-Zitat unterlaufen wäre, Mestermann, hätte ich
gar nichts gesagt, aber so - bei Goethe (und nicht nur bei ihm ;-)) schweigen die “Vögelein“ im Walde:

Ein Gleiches

(Wandrers Nachtlied II)

Über allen Gipfeln
Ist Ruh,
In allen Wipfeln
Spürest du
Kaum einen Hauch;
Die Vögelein schweigen im Walde.
Warte nur, balde
Ruhest du auch.

Herzliche Grüße
Birgit

11.01.16 18:22, Mestermann no
Ja, Du hast selbstverständlich Recht, aber ist es nicht eigentlich unlogisch dass Vögelein mit einfachem L
geschrieben wird? Denn die Diminutivendung ist ja -lein und der Stamm ist Vogel (mit Umlaut), vgl. Büblein,
Mägdlein, Männlein usf.