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Hallo,
wie übersetzt man "frohes Schaffen", als netten Gruß an jemanden, auf den eine größere Aufgabe wartet?
Ich habe gesehen, dass die Frage schon mal gestellt wurde, aber eine Antwort dazu gab es wohl nicht (oder habe ich sie
übersehen?)
Tusen takk og god helg
Rolf

03.12.16 17:37
Jeg ville jo sagt: Lykke til! Gleichbedeutend mit "viel Erfolg!"

"Frohes Schaffen" ist - wenn ich mich nicht sehr täusche - trotz der weiten Verbreitung eine äußerst umgangssprachliche Ausdrucksweise, das Gegenteil einer gehobenen Ausdrucksweise.

Mit einem zudem bisweilen leicht zynischen Unterton.

Da klingt schon fast "Arbeit macht frei" an. Denn Arbeit und "Schaffen" ist ja gerade das Gegenteil von etwas "Frohem".

Sieht wohl auch der Duden so:

http://www.duden.de/rechtschreibung/schaffen

Vielleicht könnte man auf N. auch noch so etwas sagen wie "God Fremgang" - die ironische Komponente dürfte da aber fehlen...

"Frohes Schaffen" sollte man mE besser aus seinem Deutschvokabular streichen. Jeg får "ståpels" når jeg bare hører utrykket!

03.12.16 19:24, Mestermann no
Ohne Stellungnahme zum deutschen Gebrauch: "Lykke til!" od. "lykke til med arbeidet!" wären die
Übersetzungen.

03.12.16 23:03
Macht's gut !

04.12.16 14:53
"Frohes Schaffen" ist vollkommen in Ordnung, und ich waere nie im Leben auf die Idee gekommen, dass jemand an "Arbeit macht frei" denken koennte.....

Ausserdem bedeutet "schaffen" in weiten Teilen Deutschlands auch einfach nur "arbeiten", ohne positive/negative Konnotation.

Ergaenzend zu Mestermann wuerde ich noch vorschlagen "kos deg/dere" - der Kontext muss ja ohnehin gegeben sein.

04.12.16 16:19
Frohes Schaffen ist eine sehr umgangssprachliche Wendung - auch wenn ich zustimme, dass sie
in bestimmten Gegenden und Schichten inzwischen sehr gängig und dort auch die vom Duden
genannte ironische Konnotation fehlt. Gutes Deutsch wird trotzdem nicht daraus.

Arbeit ist übrigens ein seiner eigentlichen Bedeutung nach durch und durch negativ besetzter
Begriff:

http://www.wissen.de/wortherkunft/arbeit

04.12.16 19:12, Geissler de
Wobei die „eigentliche“ (gemeint ist wohl die ursprüngliche) Bedeutung eines Wortes mit dem
tatsächlichen Gebrauch genau nichts zu tun hat.

04.12.16 23:50
Ja, stimmt. Nur ist die ursprüngliche Bedeutung eben gar keine andere als die heutige - zumindest für einen Großteil aller Arbeitenden.

Nach wie vor stellt Arbeit ein notwendiges Übel dar.

Darum ist jede Entwicklung in der Wirtschaft ja auch auf eine Reduzierung von Arbeit gerichtet. Wenn man das Gleiche ohne oder mit weniger Arbeit erreichen kann, kommer (nesten) ethvert menneske til å takke ja...

05.12.16 16:07
Seltsam, wieso sich dann immer alle über den Mangel an Arbeitsplätzen beschweren :)

Wie auch immer, "Frohes Schaffen" hat ungefähr überhaupt nichts mit "Arbeit macht frei" zu tun, so einen Blödsinn habe ich noch nie gehört.

09.12.16 22:26
Ach, ich wusste gar nicht - und will auch nicht wahrhaben, dass mein
muttersprachliches Deutsch da rein umgangssprachlich ist. In unserer Familie wird
"frohes Schaffen" ständig benutzt, meist mit dem oben angesprochenen leicht
ironischen Unterton (dahingehend, dass man über die bevorstehende Arbeit(-smenge)
nicht besonders froh ist).
"Frohes Schaffen" ist meines Erachtens weit weniger umgangssprachlich als das
annähernde Synonym "Hau rein".

Ich hätte gedacht, dass "frohes Schaffen" den Status einer idiomatischen Wendung hat.
(verwette darauf aber nicht meinen Kopf.)

Im Norwegischen würde ich für "Frohes Schaffen" "Kos deg (med jobbenarbeidet(det
der) prosjektet" oder noch ironischer "Du får kose deg (med det der)" verwenden.

Einen Bezug zu "Arbeit macht frei" sehe ich überhaupt nicht!