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Wann wird das O wie ein U und wann wie ein O ausgesprochen. Ich habe gehört es gibt die Regel , dass man
vor doppelten Konsonanten und vor "g" und "v" , das O behält . Stimmt das ? Und gibt es weitere Regeln für das
O ?

01.06.17 20:47, Geissler de
Die Regel mit dem G scheint jedenfalls nicht immer zu stimmen, mir fällt als
Gegenbeispiel mindestens bog ein, das mit /u/ gesprochen wird. Tog dagegen mit
/o/.

Weitere Regeln mögen mir aber auch keine einfallen.

Leider ist die norwegische Sprache an diesem Punkt sehr inkonsequent, was angesichts
des Reformeifers, der sonst an den Tag gelegt wird, etwas verwunderlich erscheint.
Bom, rom und tom werden mit /ʊ/ gesprochen, som und kom mit /ɔ/. Warum
nicht såm und kåmme? Was spräche gegen tåg?

02.06.17 12:41
Stimmt guter Punkt . Wäre ne Lösung

02.06.17 13:16
Dagegen spricht das Etymologiprinzip in der norwegischen Rechtschreibung. Ansonsten siehe Schwedisch.
Hier Links zu früheren Beiträgen zum Thema:
https://www.heinzelnisse.info/no/forum/permalink/872
https://www.heinzelnisse.info/no/forum/permalink/26657

02.06.17 15:31
Danke vielmals.

02.06.17 21:56, Geissler de
Das Etymologieprinzip ist allerdings ein gewichtiges Argument. Wenn man es denn konsequent
anwendet, wie die Engländer es tun. Dann ist es eine tolle Sache, weil alte Texte sehr lange
lesbar bleiben.
Aber wenn rom von anord. rúm kommt, wo ist da das Etymologieprinzip? Von Fremdwörtern wie
ålreit oder føljetong mal ganz abgesehen.

03.06.17 12:23
Das kommt darauf an, wie weit zurück man die Grenze für ältere Schreibweisen setzt. Englisch geht jedenfalls nicht zurück bis Altenglisch, allenfalls bis zur Frühneuzeit. Sonst würde man statt "though" "þeah" schreiben.