22.02.22 04:32, Waldvogel
Wie vergleicht man das deutsche (Deutschland, Österreich, Schweiz) Schulwesen mit dem Norwegens?

barnehage = Kindergarten
førskole = ?
folkeskole = ?
ungdomsskole = ?
grunnskole = ?
videregående skole = ?
høyskole = ?
folkehøyskole = ?
særskole = ?
yrkesskole = ?
akademi = ?
konservatorium = ?
institutt = ?
friundervisning = ?
voksenopplæring = ?
kurs = ?
leksehjelp = ?
privatundervisning = ?
sysselsettingstiltak = ?
trainee = ?
rekruttskole = ?
befalsskole = ?
krigsskole = ?
handelsskole = ?
seminar = ?
treningsleir = ?
attføring = ?

22.02.22 08:48, Carl de
Det er store forskjeller på skolesystemene i
Tyskland forbundslandene seg imellom.
Nivået og kravene i forbundsland som NRW
er langt lavere enn i de sørlige
forbundslandene. Dette gjelder ikke bare for
skolene, men tilmed høyskolene.
I de sørlige forbundslandene skilles barnene
etter antatt evne mye tidligere enn i Norge
eller NRW. Noe ungdomskole finnes ikke. Det
er grunnskole og deretter er man enten på
gymnas, realskole eller det laveste trinnet
"hovedskole". I de landene med lav standard
som NRW er det mer sånn at bøllene og de
ekstremt mange fremmedetniske blant
barnene fortsetter med de andre barnene på
samme skole. Skjønt kanskje i delvis ulike
klasser. Noe som ofte medfører at foreldre fra
mer velstående miljøer sender barnene sine
til katolske, andre kristelige skoler eller dyre
privatskoler.
Ellers kan du omtrent oversette ethvert ord
ordrett.

førskole = Vorschule
folkeskole = Volksschule
ungdomsskole =???
grunnskole = Grundschule
videregående skole = weiterführende Schule
(Realschule, Gymnasium)
høyskole = Hochschule
folkehøyskole = Volkshochschule
særskole = Sonderschule
yrkesskole = Berufsschule
akademi = Akademie
konservatorium = Konservatorium
institutt = Institut
friundervisning = ???
voksenopplæring = Erwachsenenbildung
kurs = Kurs, Kursus, Cursus
leksehjelp = Nachhilfe
privatundervisning = Privatunterricht
sysselsettingstiltak =
Arbeitsbeschaffungsmaßnahme
trainee = Trainee
rekruttskole = ?
befalsskole = Offiziersschule
krigsskole = ?
handelsskole = Handelsschule
seminar = Seminar
treningsleir = Trainingslager
attføring = ??? Hva for noe?
Wiedereingliederung kanskje?

22.02.22 14:35, Fosshaug de
ungdomsskole = Realschule, stedvis fremdeles Mittelschule
friundervisning = Volkshochschule
rekruttskole = Grundausbildung (der Bundeswehr)
krigsskole = Führungsakademie der Bundeswehr (uttrykket Kriegsschule som i den prøyssiske ”Königliche Allgemeine Kriegsschule”
(fra 1810) ble senere omdannet til Kriegsakademie. Også den betegnelsen ble avskaffet etter krigen og skiftet ut med
”Führungsakademie“.)
attføring = Wiedereingliederung som Carl skriver. Som regel sies det heller ”Reha”, forkortet fra ”Rehabilitation”.

23.02.22 01:49, Waldvogel
Danke beide. Ich las auf Wikipedia daß man die Realschule im Alter von 10-11 Jahren anfängt und 16-17 Jahre alt beendet. Also währt sie 6 Jahre lang. Dann entspricht sie nicht Ungdomsskole, die nur 3 Jahre währt. Laut Quellen im Netz werden deutsche Kinder früh getrennt und gehen verschiedene Wege durch das Schulwesen. Welche Wahlmöglichkeiten hat man? Welche Schulen ist man durchgegangen wenn man die Uni erreicht? Entspricht Examen Artium Abitur?

23.02.22 17:30, Sandra1
Mit 6 Jahren geht das Kind geht zuerst in die Grundschule (Klasse 1-4)

Nach der vierten Klasse muss man wählen, ob das Kind auf die Hauptschule (Klasse 5-10), die Realschule (Klasse 5-10) oder das Gymnasium (Klasse 5-13) geht.

Das Gymnasium endet mit der allgemeinen Hochschulreife = Abitur. Mit dem Abitur kannst du an der Universität studieren.

Es gibt aber noch Sonderformen wie die Gesamtschule dort kannst du sowohl den Hauptschulabschluss als auch den Realschulabschluss und auch das Abitur machen. Wie das dort genau funktioniert, weiß ich leider nicht.

23.02.22 18:12, Tilia de
Sandras Antwort ist nicht ganz richtig. Vielleicht schreibt sie über ihr Heimat-Bundesland und hat vergessen, das zu erwähnen.
Es gibt jedenfalls einige Bundesländer, in denen die Grundschule die ersten sechs Schuljahre umfasst. Eine Trennung erfolgt hier
also erst nach der 6. Klasse. Auch gibt es Bundesländer, in denen das Gymnasium regulär mit der 12. Klasse endet.

23.02.22 18:23, Sandra1
@ Tilia:

Hier in NRW und in den meisten Teilen Deutschlands endet die Grundschule nach der 4. Klasse.

Berlin + Brandenburg haben das anders geregelt soviel ich weiß.

https://de.wikipedia.org/wiki/Grundschule

23.02.22 21:20, Tilia de
Das ist mir bekannt, Waldvogel hatte gefragt und findet diese Zusatzinformationen vielleicht interessant.

25.02.22 10:49, DaniV
In den östlichen Bundesländern dauert die Grundschule vier Jahre (außer Brandenburg: sechs Jahre). Danach gibt es entweder
Gymnasium oder die sogenannte Oberschule, wobei die Kinder an einer Oberschule entweder einen Realschulabschluss oder einen
Hauptschulabschluss machen können. Ab der 7. Klasse können sie sich da (glaube ich) spezialisieren, aber ggf. auch noch später die
Kurse wechseln (falls es besser oder schlechter läuft). Reine Haupt- oder Realschulen gibt es in den östlichen Bundesländern nicht.
Auf dem Gymnasium schreiben die Kinder, zumindest hier in Sachsen, in der 10. Klasse eine umfassende Klausur (BLF, besondere
Leistungsfeststellung) in Mathe, Englisch und Deutsch, die für die Gymnasiasten als Realschulabschluss gilt. Danach, in der
Oberstufe, dauert es noch zwei Jahre bis zum Abitur, d.h. es geht bis zur 12. Klasse.
Ich komme eigentlich aus NRW und wir hatten früher 13 Jahre Schule bis zum Abi, wie meine ich alle Bundesländer der alten BRD. In
der DDR waren es aber nur 12 Jahre bis zum Abi. Nach der Wende haben fast alle Bundesländer, also auch die westlichen, die
Schulzeit bis zum Abi auf 12 Jahre verkürzt und dann aber teilweise wieder auf 13 Jahre verlängert, weil es doch zu stressig
war.................
Der "Ausländeranteil" hängt wahrscheinlich vom Einzugsgebiet ab... ich habe einen sehr guten Freund noch aus der Schulzeit,
dessen Eltern ursprünglich aus dem Iran kamen - heute ist er Arzt, und eine türkische Schulkollegin, die das reinste Sprachenwunder
ist und vier Sprachen fliessend spricht (in der Schule und danach gelernt!) - so what?
Auf dem Gymnasium meiner Kinder, hier in Sachsen, erzählt der Direktor immer stolz, dass auf der Schule Kinder aus mehr als 20
Nationen lernen würden. Wovon mehrere z.B. in der Stufe meines Sohns mit die besten Abiture erreicht haben.

Für die Kinder aus der Oberschule gibt es nach dem Realschulabschluss auch noch viele Möglichkeiten, zu einem Abitur zu kommen,
z.B. auf einem beruflichen Gymnasium (das dann drei Jahre dauert). Ich glaube die Bildungsmöglichkeiten in Deutschland sind der
reinste Dschungel und niemand, der nicht beruflich damit zu tun hat, sieht da so richtig durch.

26.02.22 10:34, Kirba
Und in der Schweiz ist nochmal alles anders, auch da abhängig vom Kanton...
Kt Zürich/Thurgau:
Zwei Jahre Kindergarten
6 Jahre Primarschule
anschliessend trennen sich die Wege:
a) weiter in die Sekundarschule ( 3 Jahre, unterteilt in Sek AB (C)) je nach Niveau).
im Anschluss daran folgt eine Berufslehre während mehrerer Jahre, je nachdem mit BMS ( Berufsmittelschule, gibt später Zugang
zur FH = Fachhochschule, aber nicht zur Uni). Die Berufslehre ist in der Schweiz immer noch sehr angesehen.
b) im Anschluss an die 6. Klasse ( und nach bestandener Aufnahmeprüfung!!) Uebertritt ins Langzeiggymnasium. Dauert nochmal 6
Jahre und wird mit Matura abgeschlossen, alle Universitätsstudien sind anschliessend möglich.
c) nach zwei Jahren Sekundarschule kann man ebenfalls die Aufnahmeprüfung ans Gymnasium machen, dann Eintritt ins sog.
Kurzzeitgymnasium, man trifft dort wieder die aus Variante b) und hat denselben Abschluss.
Das System ist ingesamt recht durchlässig, so kann man auch später die Matura nachholen und dann alles studieren. Insgesamt ist
aber der Maturaanteil in der Schweiz mit momentan glaub etwas über 20% immer noch recht klein - wie gesagt, auch Berufslehren,
BMS, FH bieten sehr gute anerkannte Ausbildungen ( und man verdient viel früher was..)
Zudem gibt es noch FMS ( Fachmittelschulen) und HMS ( Handelsmittelschule), die irgendwo dazwischen stehen und mit denen
man schon auf gewisse Richtungen vorbereitet wird ( Soziales, Informatik...), die aber nicht zur Uni zulassen. Aufnahme auch
mittels Prüfungen.

26.02.22 20:26, Waldvogel
Danke allen, das war sehr aufklärend.
@Kirba
Werden Handelshochschulen und technische Hochschulen als Uni oder Fachhochschulen gerechnet? ETH in Zürich? Wie macht ihr mit Ausländern die ein ganz anderes Bildungswesen haben? Kann man Informatik ohne Matura studieren? Wie unterscheiden sich die Löhne und Stellen für Uni und Fachleute? Können sie sich um dieselben Stellen bewerben, oder ist das undenkbar? Gibt es einen Standesunterschied zwischen den beiden? Und in den französischen Kantonen ist wohl alles anders?

28.02.22 22:08, Kirba
@Waldvogel
Technische Hochschulen ( wie eben die ETH oder die EPFL) zählen als Universität. Ausländer kommen mit einem der Matur
entsprechenden Abschluss an die Unis ( zb eben Abitur, Bac, usw), müssen aber je nach Fach noch einzelne Prüfungen ablegen.
Was genau alles anerkannt wird muss man wohl im Einzelfall pro Fach/Uni dann abchecken - da kann ich keine genaue Auskunft
geben. Aber wir haben doch einen recht hohen Ausländeranteil je nach Fach, allzu hoch sollten die Hürden also nicht liegen :).
Löhne kann ich dir nicht sagen, bei meinem Fach gibt es nur den Universitätsweg. Es gibt aber viele Stellen, auf die man sich
theoretisch aus verschiedenen Ausbildungswegen kommend bewerben kann und da sind die Lohnunterschiede dann wohl eher
Verhandlungs- und Erfahrungssache...Standesunterschiede (meinst du damit Ansehen/Prestige?) zwischen FH und universitärer
Ausbildung sind nicht riesig, würde ich mal behaupten. Die Schweiz ist da generell einiges "flacher" in den Hierarchien als
Deutschland. Aber natürlich gibt es immer einige, denen der Doktortitel sehr viel wert ist... (ich verwende meinen abgesehen vom
Job wo er einfach dazugehört NIE).
In der französischsprachigen Schweiz bzw auch den andern Kantonen ist zum Teil der Weg zum Abschluss etwas anders ( zb
Bezirksschule schon nach 5 Jahren Primarstufe, prüfungsfreier Übertritt usw). Der Abschluss ( und die Anzahl Schuljahre dazu)
selber ist aber immer derselbe ( Matura/maturité )und berechtigt zu denselben tertiären Stufen. Schulwechsel zwischen Kantonen
sind immer möglich, Ich habe zb auch einige Monate gymnase im französischen Gebiet verbracht, dann wieder zurück in die
deutsche Schweiz.
Den genauen Vergleich zum norwegischen System hab ich noch nicht ganz begriffen und bin noch dabei, das zu lernen :)