Direkt zum Seiteninhalt springen

Hallo,
ich bin gestern etwas gefragt worden, habe es selbst nicht gesehen. Und zwar lagen am Wegesrand (Nähe Geiranger) öfter aufgeschichtete Steinhaufen oder sie waren auf einem Mauerpfosten aufgeschichtet. Sie waren meist nur 30-40 cm hoch, meine Idee war, dass sie wie in Österreich als Wegweiser dienen könnten, sie hatten allerdings keine farblichen Kennzeichen. Eine andere Interpretation ist, es wäre nur ein Touristenspaß. Sie lagen aber wohl an Stellen, die teilweise sehr unwegsam waren.
Hat jemand eine Erklärung? War es ein Troll?
Danke Nicole

25.05.07 15:06
Ja, vielleicht war es ein Troll...

Solche Steinhaufen dienen z.T. auch als Wegweiser. Aber häufig ist es eben eine Art Touristen- oder Wandererspass. Oben auf Hügeln in den Bergen in Norwegen gibt es sehr oft viele solche Haufen, die man als "Andenken" der Gipfel-/Hügelbesteigung baut.

25.05.07 20:24
Es können auch alte "varden" sein. Besonders an der Küste in den Bergen und sind es Kennzeichen/Geländemarken. An der Küste gibt es so etwas schon aus der Vikingerzeit.
Vennlig hilsen fra Claus i Kristiansand

26.05.07 12:48
Hallo Claus, es war kein "typischer" Varden und sie waren halt auch nicht besonders groß. Ich denke, dass es dann wohl doch nur Touristen waren.
nicole

26.05.07 16:43
Zum Beitrag von Uhrzeit 15:06 möchte ich sagen: „Urlauber, bitte überlegt was ihr tut!!!“

Teilweise werden absurde Aktionen "wer baut das schönste Steinmännchen“ oder „wer stapelt den größten Steinhaufen" veranstaltet.

Die Leute vom DNT markieren die Touren mit einem auf Felssteine aufgemalten rotem T. Das "T" ist das Merkmal des DNT (Den norske turistforening). Lokale Wandervereine können andere Markierungen haben. Zur Sichtbarmachung auf größere Entfernungen werden diese Steine auf weitere Steine ganz oben gestellt. Man sieht also auch in weiterer Entfernung die nächste und übernächste Steinwarte. Wenn es aber nur so von Steinwarten wimmelt, wird die Orientierung schwierig. Auf welchen Haufen versteckt sich das rote T? Such das T um den Weg zu finden! Es ist nämlich nicht so, dass ALLE Routen markiert sind. Bei Gipfelrouten stehen die Steinwarten häufig unmarkiert, und dann wird es richtig lustig, wenn "Spasswarten" zwischendurch vom richtigen Weg ableiten und man noch nicht einmal mehr erkennen kann, welche die richtigen sind - da unmarkiert.
Die mittlerweile überhand nehmende Sitte, in den Wandergebieten alle verfügbaren großen und kleinen Steine zu einem Haufen aufzuschichten, können auch bei plötzlichem Wetterumschwung fatale Folgen haben. Wenn man nur noch schemenhaft die Steinwarten erkennt und aufgrund der vielen Nieten „Steinhaufensightseeing“ betreiben muss. Man muss zu jedem hingehen um das T zu "ertasten". Bei einer Niete wird weitergesucht. Findet man wieder ein T, reicht der Blick auf den Kompass um die nächste richtige Hilfestellung zu erahnen... doch... die Suche beginnt von neuem. Suuuper!

Bitte lasst die Steine dort liegen wo die Gletscher vor Jahrtausenden sie abgelegt haben. Aufräumen ist nicht notwendig. Die Wandervereine machen schönere Steinhaufen und malen auch noch wichtige Markierungen darauf. Damit auch einer von euch den richtigen Weg findet!

Danke für die Aufmerksamkeit, doch das musste einmal gesagt werden.

Ein schönes Pfingstfest @ all

Silvia

28.05.07 22:04
Immer Karte und Kompass mitnehmen und auch wissen, wie man es verwendet!!