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Ich wollt mal nachfragen ob Norwegisch eine schwer zu erlernende Sprache ist; im Vergleich zu Englisch bzw. Lateinisch. Vom Vokabular her müsste es ja nicht allzu schwierig sein, aber die Grammatik? Wie sieht es mit der Aussprache aus?
Hoffe auf Hilfe
Danke

07.12.07 13:45
Also, wenn du meine Meinung hören willst:
Ich habe Englisch und Latein in der Schule gehabt...die sind jedoch nicht mit Norwegisch vergleichbar :)
Ich finde Norwegisch ist viel einfacher zu lernen.
Vieeeele Vokabeln kannst du ableiten. Die Grammatik...naja..sie exisitert, aber im Vergleich zu Latein wirst du dir wie im Schlaraffenland vorkommen ;)
Die Aussprache? Anfangs etwas verwirrend, finde ich...aber irgendwann hat man den Dreh heraus. Lass dich nur nicht entmutigen, wenn du Bekanntschaft mit den Trillionen Dialekten im Norwegischen gemacht hast ;)

Das passt schon
viele Grüße, Jessi

07.12.07 13:55
Die Grammatik ähnelt der Englischen.
Die Schriftsprache ist insgesamt einfach zu lernen.
Echte Norweger in Alltagssituationen zu verstehen (Dialekte!) find ich schon ziemlich schwierig.

07.12.07 13:59
Kann mich Jessi nur anschliessen. Die Aussprache fand ich am Anfang ein wenig schwierig, vor allem das blöde å, aber das legt sich auch. Grammatik ist total systematisch und Rechtschreibung auch und wenn man sich einen Grundwortschatz zugelegt hat, dann kann man den Rest eigentlich zusammenbauen.
Viele Grüsse Lisa

08.12.07 06:05
Das Gute an den 426 Trilliarden Dialekten ist: Du kannst reden wie Du willst, man versteht Dich immer. Das ist nicht so wie in Frankreich, wo keiner ein Wort kapiert, wenn Du es nicht exakt so aussprichst, wie die es hören wollen...!

09.12.07 02:33
Es sind nur etwa 4,6 millionen Diealekten.
Und dazu Kebab-Norsk der Pakistaner.

09.12.07 02:37
Die Deutschen sprechen normalerweise besser Norwegisch als Englisch. Das sagt ja auch etwas.

10.12.07 11:13, tzutzu
Hehe das mit den Franzosen stimmt :D
Anfangsbemerkung: lerne Norwegisch seit 2,5 Jahren, war auch 2 Monate oben, in der Vestfold.
Aussprache: Anfangs hab ich noch probiert das r zu rollen, aber nun mach ich das nicht mehr und die Ostnorweger finden mein skarring ganz süß ;) Und so Phänomene wie dickes L oder die retroflexen Konsonanten musst du auch nicht mitmachen. Die Norweger sind große Variation in der Aussprache gewöhnt, da ist so ein Deutscher ein Klacks! Mir ist es oft passiert dass mich die Leute wegen der Aussprache in irgendeinen Fjord im Südwesten eingeordnet haben, hehe... oder Aust-Agder. Ein paar Standardregeln gibt es halt schon zu beachten, aber nur wenige; ich meine damit sk vor hellen Vokalen und so oder kj. Die hat man relativ schnell intus mit Merkregeln wie "Ski" [schi] und "Skandinavien" [ska]. SChwierigkeiten für Anfänger sind wohl die Buchstaben o und u, zumindest wars bei mir so. Regeln kann ich da keine nennen, aber mittlerweile hab ich ein gewisses Gefühl dafür...
Vokabular: Luxus, da man wenn man Suffixe und Präfixe kennt Wörter raten kann. Passiv sowieso aber auch im aktiven Gebrauch! Man kann sehr schnell anfangen Bücher zu lesen.
Grammatik: Einige skandinavische Besonderheiten wie den agglutinierenden Artikel und das s-Passiv, doch ansonsten nah am Englischen. Was mir Schwierigkeiten bereitet hat ist die Unterscheidung sin und hans/hennes. Und natürlich -wie immer für Österreicher- die Unterscheidung Präteritum-Perfekt :O
ICh sprech nun auch besser norwegisch als englisch, zumindest mündlich! Schriftlich hab ich noch keinen einzigen fachlichen/gehobenen Text schreiben müssen, daher kann ichs nciht recht beurteilen, wharscheinlich aber schlechter als Englisch. Fließender im Mündlichen bin ich auf jeden Fall på norsk!
Mange hilsen,
Irina