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Hallo liebe Leute,
ich lerne jetzt schon seit geraumer Zeit Norwegisch, aber eine Sache treibt mich leicht zur Verzweiflung.
Es sind die, wie ich sie nenne, "kleinen Wörter" wie z.B. på, til, av, for etc.
Diese werden in den seltensten Fällen so gebraucht, wie wir sie im Deutschen gebrauchen.
Beispiel: det luktersmakerstinker AV noe. Auf deutsch: es riechtschmecktstinkt NACH etwas.
Es scheint, wie auch immer ich diese Wörter benutze, ich mache es falsch.
Gibt es hier eine Art Regel oder Tips, oder ist es wirklich nur Auswendiglernen dieser Ausdrücke? Ich meine, es gibt
ja Millionen von verschiedenen Anwendungen für diese Wörter. Diese alle auswendig zu lernen kommt mir
(zumindest im Augenblick) etwas unmöglich vor.
Kann hier jemand weiterhelfen?
Vielen Dank
Karin

12.11.08 06:18, Kaxn de
Huch, wo sind denn meine Schrägstriche zwischen lukter, smaker, stinker geblieben?

12.11.08 06:56
Die Schrägstriche musst du verdoppeln(//), sonst sind sie die Umschaltung auf kursiv. Und die Anwendung der kleinen Wörter? Lernt man durch Anwendung (nicht das gleiche wie auswendig lernen).

12.11.08 08:40, Pors
Hallo Karin,

die "kleinen Worte" sind die Präpositionen und meiner Meinung nach (neben dem Verstehen der verschiedenen Dialekte) die größte Hürde, wenn man Norwegisch lernen will. Und leider gibt es kaum Regeln, d.h. man muss wirklich die passenden Präpositionen zu jedem Objekt lernen. Wenn man viel auf Norwegisch liest und hört, dann geht das aber irgendwann ganz gut. Man entwickelt dann einfach ein Gefühl für die richtigen Präpositionen.

Viel Erfolg dabei.
Carsten

12.11.08 08:46
Präpositionen sind ein Kreuz, in Sprachen, deren Kasussystem noch existiert , findet man leichter Anhaltspunkte, als in denjenigen, die es verloren haben, doch in beiden Fällen gilt, dass die Abweichungen von der eigenen Sprache i.d. R. so gross sind, dass nur eines hilft : Hinsetzen auf den Hosenboden und pauken !

Vielleicht hilft Dir dieser Link etwas weiter :http://www.riksmalsforbundet.no/Språktjenester/Grammatikk-med-nye-grammatikkter...

12.11.08 08:49
Ich vergass, Dir Erfolg beim Lernen zu wünschen und zu unterschreiben.

Lemmi

12.11.08 09:23
Hei Karin,

ich habe mir das Buch "Preposisjoner og partikler i norsk" von Åse-Berit Strandskogen - samt separatem Übungsbuch - besorgt und komme seitdem viel besser zurecht, weil man anhand vieler konkreter Beispiele (und Übungen) die Anwendungssituationen vermittelt bekommt. So ausführlich wird dieses Thema in keinem allgemeinen Grammatikbuch behandelt.

Hier der Link zu Norli (liefern ggf. auch ins Ausland) oder du bestellt die Bücher über den Meysenburg Verlag http://www.norli.no/NORLI_HTML/ibeCCtpItmDspRte.jsp?item=1637604§ion=0

Weiterhin viel Spaß beim Lernen.

Silvia

12.11.08 12:44
lukter/smaker/stinker wird ohne Präposition dahinter benutzt.
Det lukter/smaker/stinker av sagt man, wenn der Geruch/Geschmack/Gestank von einem bestimmten Gegenstand stammt
z.B. det lukter av hunden - aber det lukter hund (es riecht nach Hund)
meine ich...
Ingeling

12.11.08 12:47
Noch besser als lernen ist üben. Wenn Du die Gelegenheit hast, mit Norwegern zu reden, die Dich bei Fehlern auch mal korrigieren, nütze das aus. Persönlich habe ich am meisten Präpositionen gelernt, als ich sie falsch gebraucht habe und dann unmittelbar die Berichtigung bekommen habe.

12.11.08 13:48
Zum Beitrag von 12:47

Dein Vorschlag der sofortigen Korrektur läßt sich m. E. nur in einem sehr privaten Umfeld verwirklichen. Selbst dann, muss man ziemlich darauf beharren verbessert zu werden. Der gemeine Norweger ist ansonsten zu höflich um jemanden zu verbessern. Im Gegenteil, er spricht eher ein Kompliment über die Sprachkenntnisse aus.

Das ist meine Erfahrung (wohne nicht ständig in Norwegen).

Hilsen
Mona

12.11.08 16:55
Stimmt,
man muß schon mit Schmackes daneben haun, den Sinn verdrehen, sich lächerlich machen oder etwas fürchterlich unanständiges von sich geben, um einem echten Nordmann die Begeisterung aus dem Gesicht zu wischen... dann wird man höflich auf den Fehler aufmerksam gemacht; das schult meiner Meinung nach ungemein, wesentlich intensiver als jedes Fachbuch es könnte.

Ich weiß ja nicht, wie sich das für die Auswanderer anfühlt (hab selbst nie den Mut dazu gehabt) aber diese Suche nach Perfektion scheint mir doch etwas übertrieben.
Bisher bin ich schlimmstenfalls ausgelacht worden, wenn ich mich mal albern ausgedrückt hab.

Letztlich reicht es doch, wenn man sich klar und verständlich ausdrücken kann; sollten sich dann Probleme ergeben, kommt die entsprechende Korrektur schon.

Lieben Gruß
Andreas

12.11.08 17:34
Wir lachen niemanden aus, wenn er mal daneben liegt, höchstens lieb an! *gg*

Situation: Der Norweger meines Herzens sitzt mit meiner Familie im Garten. Es ist ein Tag mit einer Affenhitze. Er kramt seine mageren Deutschkenntnisse heraus und erklärt: "Ich bin heiß!" *düddeldüüüü*

Solche verbalen Ausrutscher und sein Akzent machen ihn um so liebenswerter. Deshalb wünsche ich mir sogar ein bisschen, dass er kein perfektes Deutsch sprechen lernt.

Hilsen
Mona [at]

12.11.08 19:12, Kaxn de
Danke für all die lieben Antworten.
Tja, dann werd ich mir am besten mal ne Liste anlegen mit allen Ausdrücken, die ich so aufschnappe (ich bin übrigens
einer der Auswanderer, haha, wohne in Norwegen) und dann lernen.. lernen.. lernen.
Karin