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Hallo,

hat jemand eine Ahnung, was man unter einem Godtøl versteht? Gibts es da eine deutsche Entsprechung? Ich habe was darüber finden können, dass es eine Marke sein kann oder einfach nur ein besonders gutes Bier, aber auch ein Bier, dass auf eine bestimmte Weise gebraut wird. Kann da jemand helfen?

Danke og takk

13.01.10 15:03
Hei Franz,
dies fand ich im Band 2 Norsk Riksmålordbok, Kunnskapsforlaget Aschehoug og Gyldendal von 2006
godtøl, et, foreld. ell. arkais., kraftig, hjemmebrygget øl (jvf. tyntøl): et glas godtøl (Werg. VII, 112) (de fattige) aat melkegrøt og dråk godtøl til (Unds., Kr., 243).

13.01.10 15:13
Hei Franz,
dies fand ich im Band 2 Norsk Riksmålordbok, Kunnskapsforlaget Aschehoug og Gyldendal von 2006
godtøl, et, foreld. ell. arkais., kraftig, hjemmebrygget øl (jvf. tyntøl): et glas godtøl (Werg. VII, 112) (de fattige) aat melkegrøt og dråk godtøl til (Unds., Kr., 243).
Vielleicht kann man es mit dem damaligen Bockbier in Norddeutschland vergleichen? Ich erinnere, daß es in den 50er Jahren des l. J. (als ich noch Junge war) vom Hamburger Senat (meine ich zu erinnern) feierlich angestochen wurde und etwas ganz besonderes war. Es war früher üblich den Armen (z.B. im Armenhaus) zu Weihnachten etwas vom Weihnachtsessen zukommen zu lassen. (Astrid Lindgren läßt das auch bei einer Weihnachtsepisode in Emil = zu Deutsch Michel geschehen).
Vennlig hilsen fra Claus i Kristiansand

13.01.10 18:09, Mestermann no
Ich denke, dass das nicht ganz zutrifft, Bockbier ist bokkøl, mit "godtøl" ist wohl das gemeint, was im Riksmålsordbok
beschrieben ist - ein besonders gutes Bier, ein Festbier, kräftiger und geschmackvoller als ein Alltagsbier, aber nicht so
dunkel wie ein Bockbier. So wie man heutzutage noch zu Weihnachten "juleøl" bräut.

Wie man das aber ins Deutsche übersetzen soll, weiss ich nicht.

14.01.10 16:52
Hei Mestermann,
deine Gedanken sind interessant. Vielleicht hast du recht. Wobei ich mir die Frage gestellt habe, daß man in den alten Aufzeichnungen sehr oft von einem guten Rausch nach dem Genuß vom "juleøl" geschrieben hat. Wenn man den Beschreibungen glauben darf war das "juleøl" wohl früher süffig, süß und kräftig. Wenn ich mir unser heutiges "juleøl" meist ohne Alkohol vorstelle ist es sehr süß. Darum kam ich auf die Idee von Bockbier. Du hast natürlich recht, daß wir auch ein bokkøl kennen. Daran dachte ich leider nicht.
Vennlig hilsen fra Claus i Kristiansand

14.01.10 17:15, FranzJägerBerlin
Habt vielen Dank für die Mühe und die Infos. Ich könnte mich mit einem Festbier versöhnen :)