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Hallo, was bedeutet dieser Satz: Det er sannsynlig at det kommer mer nedskrivninger, men der er nok juryen fortsatt ute.

Vorallem der letzte Teil bereitet mir Probleme.

Dankeschön!

30.10.14 17:47
men der er nok juryen fortsatt ute
aber die Jury (die Geschworenen) berät sich da noch

Ist nicht wörtlich zu nehmen, die Bedeutung ist: das ist noch nicht entschieden, wird noch diskutiert.

30.10.14 23:01
Ist das "echtes" Norwegisch oder ein Aglizismus? Den Ausdruck kannte ich bisher nur aus dem Englischen (the jury's still out on that one).

31.10.14 11:48, Geissler de
So ist der Lauf der Welt. Früher haben die Norweger ihre Redewendungen aus dem Deutschen
abgekupfert, heute eben aus dem Englischen. Das macht auch Sinn, wir machen es genauso.
Am Ende des Tages ist es egal, woher sie kommen. ;-)

31.10.14 12:47
Wobei die Wendung “das macht Sinn“ eigentlich auch ein Anglizismus ist. Allerdings ist dieser inzwischen so
gang und gäbe, dass er kaum jemandem mehr auffällt oder gar “sauer aufstößt“.

31.10.14 12:48
Ich interpretiere das als "ja, es ist ein Aglizismus" - nur etwas komplizierter formuliert ... ;)

31.10.14 13:58
Blitzmerker ... Geissler hat hier mit voller Absicht zwei Anglizismen benutzt (am Ende des Tages, das macht Sinn), um "einen Punkt zu machen".

31.10.14 16:53
Kennst du dieses Zeichen --> ;)? Vielleicht findest du es auch in meiner letzten Antwort. Schlüsse darfst du allein daraus ziehen - du schaffst das!

31.10.14 17:04
13:58 war wohl an 12:47 gerichtet. Blitzmerker ;)

31.10.14 17:43
Leider ist Geisslers “point" insofern etwas an mir (12:47) vorbeigegangen, als mir nicht bekannt (vielleicht auch
nur nicht bewusst) war, dass es sich bei “am Ende des Tages“ um einen im Deutschen gebräuchlichen bzw.
etablierten Anglizismus handelt. Wenn ich ihn als solchen erkannt hätte, wäre ich natürlich auch von Absicht
ausgegangen...

31.10.14 18:31
Ist ein "Aglizismus" ein eingedeutschter "uglycism"?

31.10.14 18:49
Sich Wörter und Wendungen aus anderen Sprachen zu entlehnen, ist ein völlig normaler und statthafter Vorgang. Wo kämen sonst all die lateinischen, griechischen und französischen Lehnwörter her, die wir heute haben? Viele Anglizismen kommen heute durch schlechte Übersetzungen in unsere Sprachen, und das ist es, was mich persönlich daran stört - dass Übersetzer immer weniger Zeit haben, ordentlich zu arbeiten. Niemand zwingt mich aber, Ausdrücke, die ich für schlechtes (oder gar kein) Deutsch halte, selbst zu verwenden. Schlimmer als Anglizismen finde ich Leute wie die vom Verein Deutsche Sprache, die nicht verstehen wollen, was Sprachwandel ist und wie er funktioniert, und vor allem: wie natürlich er ist.

31.10.14 21:06, Geissler de
Hört, hört. Genau meine Meinung.

01.11.14 10:47
Als ob englische Redenwendungen erst von Übersetzern eingedeutscht werden müssen. Die "mangelhafte" Qualität hat wohl mehr mit der direkten Nähe der Sprachen zu tun.

01.11.14 14:07
Du hast absolut recht, englische Redewendungen müssen von Übersetzern nicht eingedeutscht werden. Sie sollten übersetzt werden. Die Nähe der Sprachen hat sich nicht groß verändert, nur sind wir heute viel mehr Englisch ausgesetzt, oft, ohne es selbst ausreichend zu beherrschen. Aber wenn wir Englisch sprechen, verwenden wir logischerweise keine Anglizismen, das tun wir erst, wenn wir eine andere Sprache sprechen (im Normalfall unsere Muttersprache). Und dann wird gern mehr schlecht als recht übersetzt, sei es aus Mangel an Wissen/Können oder Zeit. Natürlich ist Deutsch auch sehr gut geeignet, um fremdsprachige Wendungen und Ausdrücke zu über- bzw. in sich aufzunehmen. Man kann das als Schwäche betrachten, aber auch als Stärke. Oder einfach als Tatsache.